Jahrgang 2008
Das Weinjahr 2008 - Nichts für schwache Nerven
Witterungsverlauf 2008:
Nach einem frühen Austrieb (nur ca. 6 Tage später als 2007) folgte ein sehr feuchter Sommer. Weniger die hohen Niederschlagsmengen, sondern die andauernde hohe Luftfeuchtigkeit durch stetige kleine Niederschläge oder tagelanges Nieseln forderten uns Winzer höchste Präzision im Pflanzenschutz und exakte Terminisierung aller Arbeiten im Weingarten ab. Teilweise Luftfeuchtigkeit von bis zu 80 % ergab einen Peronosporadruck wie diesen selbst die ältesten Winzer der Ortschaft noch nicht erlebt haben. Ein richtiger Schritt war der Anbau einer Begrünungsmischung (roter Klee,..) bereits Ende Mai, um so Wasser zu verbrauchen und damit einen Konkurrenten zu schaffen. Das heißt wir konnten trotz des hohen Niederschlags mit den Traktoren in die Weingärten fahren und gleichzeitig konnten die Rebstöcke von der zu großen Feuchtigkeit entlastet werden. Mitte August wurde diese Begrünungsmischung abgehäckselt, um keinen Tau in Höhe der Trauben zu erzeugen. Durch all diese Maßnahmen hatten wir zu Reifebeginn sehr gesunde und schöne Trauben.
Mit der Ernte starteten wir am 1.10.08 mit unserem St.Laurent Gaisberg. Die Ernte verlief dann bis Mitte Oktober recht trocken. Danach setzte allerdings ein ziemlich hartnäckiger Nebel ein, der oft erst am frühen Nachmittag verschwand. Wir haben daher ab diesem Zeitpunkt nur mehr ab Miittag geerntet, um die Trauben trocken in den Keller zu bekommen. Beendet haben wir die Ernte am 7.November mit unserem Grünen Veltliner vom Gaisberg.





